Studium der Übersetzungswissenschaft

Die Welt spricht viele Sprachen. Und so alt wie die Kunst der Kommunikation, ist auch das Bedürfnis, gekonnt von der einen in die andere Sprache zu übersetzen, wenn sich in Politik, Wirtschaft oder auf Reisen die Sprachkulturen treffen.Ähnlich wie beim Romanistik studieren, Japanologie studieren und dem Studium der Computerlinguistik hat auch die Übersetzungswissenschaft viel mit Sprachen zu tun – wenn auch auf eine andere komplexe Art und Weise.

Voraussetzungen und Perspektiven nach einem Studium der Übersetzungswissenschaft

Übersetzunsgwissenschaft Sprachen Tafel

Während dem Studium der Übersetzungswissenschaft lernt man, viele Sprachen zu beherrschen (c) Wolfgang Dirscherl / pixelio.de

Eine gelungene Übersetzung basiert auf bestimmten Prinzipien: Von der Analyse des zu übersetzenden Textes bis zu der kritischen Korrektur der fertigen Arbeit durch den Übersetzer soll die Einhaltung dieser Regeln die Qualität der Übersetzung sichern. Hier ist die Übersetzungswissenschaft gefordert, die sich mit diesen allgemeinen Grundlagen und Regeln einer Übersetzung beschäftigt. Obwohl ein noch recht junges Forschungsgebiet, ist sie doch bereits von zentraler Bedeutung. Die Übersetzungswissenschaft will erklären, wie die Abläufe im Prozess der Übersetzung funktionieren und welche Position der Übersetzer als Mittler in diesem Prozess hat. Mit diesem Ansatz hat sich die Übersetzungswissenschaft mittlerweile als eine eigenständige Disziplin etabliert und zwischen der Sprachwissenschaft und der Kommunikationswissenschaft positioniert.
So bietet die Universität Heidelberg einen sechsemestrigen Bachelorstudiengang zur Übersetzungswissenschaft an, der durch fachübergreifende Module ergänzt werden kann. Auch der Master-Abschluss ist möglich. Das Studium der Translation gibt es in Leipzig, an der Universität Saarland die Translationswissenschaft. Sämtliche Studiengänge kann man kostenlos studieren, d. h. Studiengebühren fallen nicht an, sondern lediglich der Studentenwerks- sowie Verwaltungskostenbeitrag.

Voraussetzungen für das Übersetzungs- wissenschaft Studium

Wissenschaftliche Beobachtung der Kommunikationsprozesse, Recherche und Forschung in der Didaktik, das definiert die Arbeit auf diesem Gebiet. Wer sich hier nicht wohl fühlt, der ist eventuell in einem der diversen Fremdsprachenstudiengänge oder im Übersetzer-Studium besser aufgehoben. Zwar gehört auch hier die Übersetzungswissenschaft zur Ausbildung, doch das Fachübersetzen, also die „praktische“ Arbeit mit der Sprache, sowie der Erwerb von sachlichem Wissen, Terminologie und Sprachdatenverarbeitung stehen im Vordergrund. Aber auch wer sich für ein Studium der Übersetzungswissenschaft entscheidet, profitiert in jedem Fall von einem intensiven Interesse an Sprachen, wofür man auch Zeit haben muss, da die Tiefe der Sprachkenntnisse später über weitere beruflichen Möglichkeiten entscheidet.

Perspektiven mit einem Studium der Übersetzungswissenschaft

Übersetzungswissenschaft Amerikanische Botschaft Gebäude

Mit einem Studium der Übersetzungswissenschaft hat man die Möglichkeit in einer Botschaft zu arbeiten (c) Guenter Hamich / pixelio.de

Für Absolventen der Übersetzungswissenschaft und besonders dann, wenn sie eine wirklich gute Abschlussnote nachweisen können, gibt es viele Möglichkeiten, den Übergang vom Studium in die Berufswelt erfolgreich zu meistern. Neben einer wissenschaftlichen Tätigkeit an einer Universität, bietet sich je nach Sprachkönnen auch die klassische Übersetzertätigkeit an, so in einer internationalen Behörde oder einem Übersetzungsbüro. Letztere sind mittlerweile häufig auch umfassend online präsent, weltweit und sehr gut spezialisiert. Qualitativ hochwertige Fachtexte sind gefragt. Auch das eigenständige Homeworking bietet eine gute Alternative, insbesondere in der Familienzeit.

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