Politik und Zeitgeschichte: die deutsche Atom Energie

Die Atom Energie spielt in der Politik und Zeitgeschichte Deutschlands eine bedeutende Rolle. Anfänglich kritisiert und bekämpft, wird nun schon über ein halbes Jahrhundert lang, Strom aus Atomkraftwerken gewonnen. Ein Großteil der deutschen Bevölkerung nahm den Ausbau des Nuklear-Sektors schweigsam hin, obwohl man sich fortwährend der Gefahren der Atom Energie bewusst war. Aber wie kam es überhaupt zu diesem Ausbau? War Deutschland wirklich auf Atom Energie angewiesen? Und welche Gefahren gehen überhaupt von ihr aus?

Atom Energie: Politik und Zeitgeschichte

Atom Energie älteres Kraftwerk

Zunächst bewundert, dann verteufelt in Politik und Zeitgeschichte: Atom Energie (c) Daniel Bleyenberg / pixelio.de

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Forschungen, bezüglich der Atom Energie, in den USA energisch vorangetrieben. Nachdem am Anfang der 1950er Jahre das erste Kernkraftwerk in den USA in Betrieb genommen wurde, dauerte es nicht einmal zehn Jahre bis auch der erste Reaktor in Deutschland ans Netz ging. Danach wurde der Ausbau der Kernenergie forciert und zahlreiche weitere Kraftwerke wurden gebaut.

Der Ausbau ging dabei anfänglich nicht auf Energieengpässe zurück, sondern sollte eine effiziente Alternative zu fossilen Rohstoffen darstellen, wodurch sich energiepolitische Unabhängigkeit Deutschlands erhofft wurde. Die, als sicher und effizient dargestellte, Atom Energie, wurde spätestens nach der ersten partikularen Kernschmelze 1979 in Harrisburg (USA) stark von der Öffentlichkeit kritisiert. Dennoch zeigt die Politik und Zeitgeschichte, dass dies nicht ausreichte, um den Ausbau der Kernenergie zu stoppen.

Die Gefahren der Atom Energie

Zum einen gibt es die Gefahr eines Unfalls oder Unglücks in den Kernkraftwerken. Durch eine Kernschmelze oder äußerliche Gefahrenfaktoren, wie einem Erdbeben oder einem Bombenangriff im Extremfall, kann es zum Austritt und zur Verteilung von radioaktiven Partikeln kommen. Ganze Landstriche könnten durch die Atom Energie unbewohnbar werden, von den Auswirkungen auf direkt betroffene Menschen ganz zu schweigen. Außerdem, geht eine enorme Gefährdung vom Atommüll aus. Obwohl dieser in sogenannte Endlager befördert wird, die weit unterhalb der Erdoberfläche liegen, kann er eine nachhaltige Schädigung der Umwelt auslösen.

Atom Energie Politik heute

Atom Energie weltweite Risiken

Nicht erst seit Fukushima stößt Atom Energie auf Kritik in Gesellschaft und Politik (c) Andreas Kinski / pixelio.de

Im Jahr 2000 wurde von der deutschen Regierung, unter Schröder, der Ausstieg Deutschlands aus der Atom Energie bis zum Jahr 2020 beschlossen. 2010 hat Merkels Regierung den Ausstieg um 14 Jahre aufgeschoben. Dieser Beschluss wurde von der Gesellschaft scharf kritisiert. Nach dem Reaktorunglück von Fukushima (Japan), wurde die Laufzeitverlängerung revidiert und ein Ausstieg bis spätestens 2022 beschlossen.

Durch die vorwiegend kritische Haltung gegenüber der Atom Energie und ihren Folgen auf die Umwelt, welche die Politik und Zeitgeschichte durchzieht, ist nun ein absehbares Ende in Deutschland in Sicht. Fraglich bleibt aber weiterhin, ob andere Staaten nachziehen und wie groß der Schaden wirklich ist, der für die Umwelt schon entstanden ist.