Pflegedokumentation: Berufsbild Pfleger/in

Der Beruf der Pflegerin im Zusammenspiel mit einer strukturierten Pflegedokumentation ist ein recht krisensicherer Job: die Lebenserwartung der Menschen steigt stetig an und somit wird es immer pflegebedürftige Menschen geben. Der Beruf des Altenpflegers kann durch eine, bundesweit einheitlich geregelte, Ausbildung innerhalb von drei Jahren erlernt werden. Später ist es auch möglich ein Studium in der entsprechenden Richtung zu absolvieren (beispielsweise Pflegepädagogik oder Gesundheitsökonomie) um sich fortzubilden und in Führungspositionen aufzusteigen. Die Arbeit mit digitaler Pflegedokumentation sollte schon früh in der Ausbildung angegangen werden, um vertraut mit den Systemen zu werden und eine Angewöhnung an die „altherkömmliche“ Zettelwirtschaft zu verhindern.

Pflegedokumentation und Alltag

Pflegedokumentation Akten Ordner

Die Zettelwirtschaft in der Pflegedokumentation wird durch neue Softwarelösungen verhindert (c) Rolf van Melis / pixelio.de

Pflegerinnen arbeiten in den allermeisten Fällen mit alten Menschen zusammen. Eine Pflegerin betreut Senioren entweder ambulant oder stationär und unterstützt sie dabei, den Alltag zu bewältigen. Hierzu gehören neben den ganz alltäglichen Verrichtungen (Essen, Hygiene, Ankleiden) auch die Freizeitgestaltung und eine psychosoziale oder zwischenmenschliche Betreuung und das Zusammentragen aller relevanter Informationen und Fortschritte in der Pflegedokumentation. Der Altenpfleger ist erster Ansprechpartner für die Bedürfnisse der alten Menschen. In jüngster Zeit hat sich in vielen Einrichtungen für Senioren beziehungsweise bei ambulanten Pflegediensten die Pflegedokumentation als Handwerkszeug etabliert.

Was ist Pflegedokumentation?

Die Pflegedokumentation dient der Qualitätssicherung und soll Arbeitsprozesse vereinfachen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit vereinfachen. Grob gesagt werden in der Dokumentation alle bisher durchgeführten Schritte dokumentiert. Weiterhin werden auch alle geplanten Pflegeschritte in einem Pflegeplan festgehalten. Alle Unterlagen, die den Senioren betreffen, werden zentral in der Pflegedokumentation gesammelt.

Somit kann jeder Pfleger und behandelnde Arzt jederzeit Einblick in die volle Pflege-Vergangenheit des Patienten werfen und ein fundiertes Bild für jeden spezifischen Fall erlangen. Mit digitalen Programmen werden Informationen in der privaten Cloud des (z.B.) Pflegeheims gespeichert und können von allen autorisierten Endgeräten abgerufen werden – sie gehen nicht verloren!

Feste Bestandteile einer Pflegedokumentation:

  • Stammdaten (Angaben wie: Name, Geburtstag, Geburtsort)
  • Pflegeplanung
  • Überwachungsteil, in dem vor allem medizinische Daten gesammelt werden (beispielsweise Temperatur- oder Gewichtskurven)
  • Bereich für freiformulierte Bemerkungen über Aspekte, die relevant erscheinen (besondere Verhaltensweisen oder Erlebnisse mit dem Klienten)

Digitale Pflegedokumentation

Pflegedokumentation Computer Technik

Die digitalisierung der Pflegedokumentation bietet mehr Zeit für wirkliche Betreuung (c) Petra Bork / pixelio.de

Pflegedokumentation findet heutzutage nicht mehr auf Papier statt. Der Computer und passenden Tablet PC Apps haben Zettelwirtschaften abgelöst. Diese neuartige Form der Organisation hat die früher weit verbreiteten Übergabebücher abgelöst. Hier waren (meist relativ unstrukturiert) alle Dinge verzeichnet, die es über eine Person zu berichten gab. Die Formulare waren dann wiederum an einem anderen Ort verwahrt. Eine richtige, dokumentierte Pflegeplanung gab es damals noch nicht – dadurch gestaltete sich der Pflegeprozess recht unstrukturiert.

Vorteile einer Pflegedokumentation per Software

Die Informationen waren einfach über zu viele Stellen verteilt und es gestaltete sich schwierig den Überblick zu behalten. Aus diesem Grund bevorzugen die meisten Institutionen heutzutage die neue Möglichkeit der Dokumentation. Alternativ werden die Daten mittlerweile auch mittels Computer erfasst – der Markt bietet eine Vielzahl an Programmen für verschiedene Arten der Pflegeeinrichtung.

Studium und Ausbildung: Nürnberg-Brennt

Auch wer sich eine Arbeit in der Pflege und Pflegedokumentation nicht vorstellen kann, findet auf Nuernberg-Brennt.de zahlreiche Ausbildungs- und Studien-Fachgebiete. Darüber hinaus finden Interessierte praktischte Tipps für Studenen Software oder kostenlos Studieren. Die Generation Y entdeckt und entwickelt Berufsfelder neu – wir berichten darüber.

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *