Japanologie studieren: Sprache und Kultur

Es gibt unzählige Gründe, sich für Japan zu interessieren. Sei es seine einzigartige Geschichte mit hochästhetischen kulturellen Praktiken wie der Teezeremonie, die Begeisterung für seine zeitgenössischen kulturellen Exporte wie Haruki Murakami, oder für das weite Feld von Manga und Anime. Doch rechtfertigen es jene oberflächlichen Faszinationen, Japanologie zu studieren, das wegen der Pflicht, eine Sprache mitsamt komplexem Zeichensystem zu erwerben, als eines der aufwändigsten Studienfächer überhaupt gilt?

Die größte Hürde beim Japanologie studieren: die Sprache

Japanologie studieren Kanji Schriftzeichen

Beim Japanologie studieren kommt man um die japanische Sprache mit den Kanji Schriftzeichen nicht drumherum (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Japanologie studieren heißt zu einem großen Teil: Kanjis büffeln – rund 2000 japanische Zeichen lesen und schreiben zu lernen. Leider ist hier das Sprache Lernen nicht so einfach wie beim Romanistik studieren. Erst wer sich in der japanischen Schriftsprache einigermaßen zurechtfindet, wird Zugang zu klassischer Dichtung, hochmoderner Literatur und auch Forschung aus Japan selbst finden können. Japanologie studieren heißt dann aber auch, eine Tür zu einer neuen und faszinierenden Welt öffnen zu können. Reizvoll ist dabei, dass man Japanologie kostenlos studieren kann ohne Studiengebühren zahlen zu müssen.

Theoretische Vielfalt in thematischer Enge

Der Aufbau beim Japanologie studieren ist an den 20 deutschsprachigen Universitäten, die das Fach anbieten, stets ähnlich: In den ersten Semestern liegt der Fokus beim Japanologie studieren auf dem Spracherwerb, um sich dann in den späteren Semestern auf bestimmte Themengebiete zu spezialisieren. Dort kommt dann der interdisziplinäre Aspekt beim Japanologie studieren zum Tragen. Je nach Spezialisierungsgebiet wird der Student sich auch die Methodik verschiedenster anderer Studienfächer aneignen müssen oder dürfen – seien dies das theoretische Rüstzeug der Literaturwissenschaft, oder die Verfahren der Geschichts-, Politik-, oder Wirtschaftswissenschaften.

Japanologie studieren heißt auch, das Land zu besuchen

Japanologie studieren Garten Teehaus

Während dem Japanologie studieren sollte man auch das Land besuchen, um die Kultur persönlich kennenzulernen (c) Gabi Eder / pixelio.de

Obwohl nicht überall Pflicht, ist ein Auslandsjahr an einer japanischen Universität während dem Japanologie studieren äußerst empfehlenswert, im Hinblick auf Beherrschung der Sprache sowie dem Knüpfen von Kontakten sogar unerlässlich. Aus diesem Grund arbeiten alle japanologischen Institute eng mit japanischen Partneruniversitäten zusammen, was die Organisation eines solchen Austausches – bei genügend Anstrengung und Motivation – erheblich erleichtert.

Nach dem Japanologie studieren: Wenig Konkurrenz – Zahlreiche Möglichkeiten

Die Antwort auf die Frage, ob es sich lohnt, Japanologie zu studieren, hängt stark von Bereitschaft der Studenten ab, die geforderte Disziplin aufzubringen. Ein abgeschlossenes Japanologiestudium verspricht dem Absolventen, nicht zuletzt dank der vergleichsweise kleinen Konkurrenz, zahlreiche berufliche Möglichkeiten im Umfeld Japans. Welcher Art jene Beschäftigungen sein können – ob eher wirtschaftlicher oder kultureller Natur wie beispielsweise als Fremdsprachenkorrespondentin – wird von den gewählten Spezialisierungen und auch Nebenfächerkombinationen abhängen.

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