Generation Y: die Digital Natives auf dem Arbeitsmarkt

Erst kamen die Baby-Boomer, dann die Generation X und nun ist es die Generation Y, die den Arbeitsmarkt und viele Bereiche des modernen Lebens bestimmt. Die Generation Y, auch Digital Natives und Millenials genannt, besteht aus Menschen, die um 1980 bis 1990 geboren wurden und das Jahr 2000 als Teenager erlebten. Diese neue Generation ist in völlig anderen sozialen Umständen aufgewachsen und trägt diese Erfahrungen nun in den Arbeitsmarkt.

Was ist die Generation Y?

Die Generation Y besteht aus um die 30 Jahre alten Menschen. Besonders bezeichnend für diese Generation ist das Aufwachsen mit dem Internet und mobiler Kommunikation, weshalb sie auch als Digital Natives bezeichnet werden.

Generation Y immer Online

Generation Y ist mit dem Internet aufgewachsen, daher: Digital Natives (c) Gerd Altmann / pixelio.de

Generation Y: die Digital Natives

Sie sind die erste Generation, die in diesem Maße auf digitale Medien zurückgreifen konnte und musste, was sich auch auf ihr jetziges Arbeitsumfeld auswirkt. Viele Millenials legen mehr Wert darauf in virtuellen Teams mit dem Internet als Triebkraft zu arbeiten, als sich in tiefen Hierarchien eines „veralteten“ Unternehmens wiederzufinden. Aufgewachsen mit Computer, Handy, tragbaren Spielkonsolen und der modernem Elektronik-Entertainment Industrie, sind die Digital Natives besser als jede andere Generation vor ihr auf den Umgang mit Technologie vorbereitet. Die Generation Y ist technologieaffin und lebt ihr Leben zu großen Teilen ebenso online wie offline.

Neue Anforderungen an den Arbeitsplatz

Ob die Fremdsprachenkorrespondentin im Auslands-Einsatz, Marketing studieren oder die Ausbildung zum Handelsfachwirt: Die Generation Y besteht aus gut ausgebildeten, optimistischen und vor allem selbstbewussten Menschen, die zumeist einen Fachhochschul- oder Universitätsabschluss haben. Sie sind motiviert und zeigen andere Verhaltens- und Arbeitsmuster im Job, stellen dementsprechend aber auch ganz andere Anforderungen an ihren Arbeitgeber.

Aufgewachsen mit einer Aussicht auf geringe Renten und konfrontiert mit einem Bildungssystem, in dem kostenlos studieren aufgrund von Studiengebühren nicht möglich war und das oft den modernen Anforderungen hinterherhinkt, ebenso wie mit politischen Strukturen der Demokratie heute, die wenig Vertrauen erwecken, rückt in der Generation Y das eigene Leben mehr in den Vordergrund – und genau dies macht einen Eindruck auf dem Arbeitsmarkt.

Generation Y vs. Generation Weichei

In den Medien und im Unternehmen wurde die Generation Y gerne auch als Generation Weichei verschrieen. Nichts sei gut genug und die Lust zum Arbeiten fehle der Generation Y gänzlich. Vielerorts galt die Ansicht, dass diese Generation lediglich auf satte Erbschaften ihrer Eltern warte und bis dahin einfach „irgendwas“ macht.

Generation Y am modernen Arbeitsplatz

Generation Y stellt neue Anforderungen an den Arbeitgeber (c) Gerd Altmann/AllSilhouettes.com / pixelio.de

Diese Ansicht ist jedoch weit gefehlt. Die Generation Y ist überaus motiviert. Jeder will seinen eigenen Eindruck in der Welt hinterlassen. Durch das Internet konfrontiert mit unzähligen Möglichkeiten und Informationen aus der ganzen Welt, musste die Generation Y lernen, Wissen zu filtern und strebt nun danach, selbst einen Unterschied zu machen.

Der Begriff „Generation Weichei“ stammt von den neuen Anforderungen, die diese Generation an den Arbeitsplatz stellt. Bereits im Vorstellungsgespräch erkundigt man sich nach Elternurlaub und Home Office Möglichkeiten. Man ist nicht mehr bereit das Leben dem Job und dem Status zu opfern und will auch Zeit haben zum glücklich sein, aber besitzt die nötige Motivation Erfolg für sich und die Firma zu erreichen, da Glückseligkeit von der Generation Y nicht mehr in Privat und Büro getrennt wird.

Die Grenze zwischen Arbeit und Privat verwischt

Die Generation Y zeichnet sich dadurch aus, dass sie Arbeit und Privat nicht mehr getrennt betrachtet, wie es traditionell bekannt ist. Werden am Arbeitsplatz private Mails geschrieben oder eine Auszeit auf YouTube genommen, wird gleichzeitig bis spät in die Abendstunden von zu Hause aus ein Bericht ausgearbeitet oder Kunden-Kommunikation betrieben.

Loyalität ist das Stichwort

Schafft es ein Unternehmen, die Generation Y als loyalen Mitarbeiter für sich zu gewinnen, sind die Millenials ohne Weiteres bereit, lange Stunden intensiv zu arbeiten, immer mit dem Ansporn eigenen Erfolg zu leisten.

Auf der anderen Seite gilt hier jedoch natürlich auch: kann ein Unternehmen nicht alles bieten, springen die Digital Natives schnell ab und suchen optimistisch nach einem Arbeitgeber, der es kann – und viele Firmen haben dies bereits begriffen, richten Kindertagesstätten und Freizeit-Bereiche ein. Die Generation Y verbindet Leben und Arbeit zu einem Konstrukt mit dem Bestreben nach eigenem Glück und wird auch deshalb von den amerikanischen Historikern Neil Howe und William Strauss als „die nächste große Generation“ bezeichnet.

1 Kommentar

  1. Stephan Kruse |

    Dieser Artikel kommt mir ein wenig einseitig vor, aber da ich mich selbst zur Generation Y zähle, kann ich durchaus nachvollziehen, was hier beschrieben wird.

    Das Thema scheint ja in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung zu gewinnen. Ich bin gespantn was diese Generation erreichen wird.

    Beste Grüße,
    S.Kruse

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