Die Ausbildung zum Mediengestalter: Digital/Print und Bild/Ton

Seit Jahren immer beliebter und stets im Gespräch als interassnter Medienberuf: die Ausbildung zum Mediengestalter. Doch was verbirgt sich dahinter? Wie sieht die Ausbildung aus und welches Arbeitsfeld eröffnet sich mit einem Abschluss? In diesen Tagen stellen sich wieder viele Jugendliche der Frage: Welchen Beruf möchte ich später ausüben? Ist die Ausbildung zum Mediengestalter für mich der richtige Weg in meine berufliche Zukunft?

Die Ausbildung zum Mediengestalter ist umkämpft

Ausbildung Mediengestalter grauer Sendemast

Die Ausbildung zum Mediengestalter befasst sich mit der Verbreitung von Inhalten auf allen Kanälen (c) Christian Pohl / pixelio.de

Die Ausbildung ist unter Schulabgängern der Generation Y sehr beliebt, so dass einer Ausbildungsstelle eine Vielzahl von Bewerbern gegenüberstehen. Die mögliche Aussicht einmal in den Medien zu arbeiten, lockt viele Abiturienten. Fernsehen, Radio oder vielleicht sogar Kino-Produktionen, Arbeiten in der Werbung oder als Web Designer: die Ausbildung zum Mediengestalter birgt etliche Zukunftschancen.

Diese klingen vor allem spannender klingen als BWL, die Ausbildung zum Handelsfachwirt oder Marketing studieren. Kein Wunder also, dass freie Stellen für die Ausbildung zum Mediengestalter selten und stark umkämpft sind. Dementsprechend hoch sind auch die Studiengebühren privater Ausbilder.

Ausbildung Mediengestalter: Spezialisierungsformen

Die Ausbildung kann in den Bereichen „Bild und Ton“ und „Digital und Print“ begonnen werden. Wenn man sich für eine Ausbildung zum Mediengestalter im Bereich „Digital und Print“ entscheidet, hat man zudem die Möglichkeit, sich in einer der drei Fachrichtungen „Beratung und Planung“, „Gestaltung und Technik“ oder „Konzeption und Visualisierung“ zu spezialisieren.

Digital/Print vs. Bild/Ton

Im Bereich „Digital und Print“ entwickelt man kundenspezifische Konzepte für die Gestaltung und Erstellung von digitalen oder gedruckten Informationsmitteln und Medienprodukten, deren Umsetzung ein Schwerpunkt der Arbeit nach der Ausbildung zum Mediengestalter ist. Die Planung von Medienproduktionen und deren Durchführung unter redaktionellen und gestalterischen Aspekten sind Schwerpunkte im Bereich „Bild und Ton“. Digital/Print befasst sich also mit Werbung und Online-Präsenz, während Bild/Ton auf mediale Präsentation durch Videos oder Musik abzielt.

Typische Arbeitsfelder:

Digital und Print:

  • Werbe-, Event-, Marketing- und Internetagenturen
  • Screendesign
  • Multimedia-Entwicklung
  • Webdesign
  • Projektmanagement
  • Kundenberatung und Teamleitung

Bild und Ton

  • Atelierbetriebe
  • Audio- und Video-Produktionsfirmen
  • Rundfunk und Fernsehen
  • PR- und Medienagenturen
  • Hörspiel- und Musikproduktion

Voraussetzungen für die
Ausbildung zum Mediengestalter

Ausbildung Mediengestalter Digital und Print

Ausbildung zum Mediengestalter Digital/Print: Magazingestaltung und Webinhalte (c) Lupo / pixelio.de

Rechtlich ist keine schulische oder berufliche Vorbildung vorgeschrieben. In der Praxis sieht dies jedoch anders aus. Erwartet werden eine sehr gute Mittlere Reife oder das Abitur. Für alle drei Ausbildungsrichtungen sollte man Interesse an kreativ-gestaltenden und praktischen Arbeiten, sozialen sowie kaufmännisch-organisatorischen Aspekten mitbringen. Kreativität, Sorgfalt, Teamfähigkeit und ein hohes Maß an Kunden- und Serviceorientierung sollten die Arbeitsweise bestimmten.

Für eine Ausbildung zum Mediengestalter sollte man u.a. ein gutes Gespür für Sinn und Ästhetik haben und zeichnerisch begabt sein, aber es werden auch ein sehr gutes Verständnis für mündliche Äußerungen und ein sehr gutes schriftliches Ausdrucksvermögen sowie kaufmännische Befähigung gefordert. Zudem verlangt das Arbeitsfeld sehr viel ab. Wer viel Zeit haben will für sich, sollte sich anderweitig umschauen.

Zusammengefasst:

  • gute Mittlere Reife oder Abitur
  • Interesse an: Kreativität und praktischem Arbeiten
  • kaufmännische und organisatorische FähigkeitenKunden- und Serviceorientierung
  • Gespür für Ästhetik
  • gutes Ausdrucksvermögen

Form der Ausbildung zum Mediengestalter

Die duale 3-jährige Ausbildung zum Mediengestalter wird durch Unternehmen der Medien- und Kommunikationsbranche wie z.B. Film- oder Tonstudios, Rundfunkanstalten, Werbeagenturen, Marketingkommunikationsagenturen, Designstudios, Verlagen sowie Unternehmen der Druck- und Medienwirtschaft angeboten. Sie findet im Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule statt. Eine schulische Ausbildung ist auch möglich.

Inhalte der Ausbildung zum Mediengestalter

Digital und Print

  • Typografie
  • Desktop-Publishing
  • Webdesign
  • Bildbearbeitung

Bild und Ton

  • Elektro- und Videotechnik
  • Kamera und Licht
  • Schnitt
  • Ton: Mikrofon, Bearbeitung etc.
  • Gestaltung

Berufschancen

Bei der Entscheidung zur Ausbildung als Mediengestalter sollte man bedenken, dass die Medienbranche ständigen Änderungen unterworfen ist, so dass oftmals auch wirtschaftliche Durststrecken zu überwinden sind.

Ausbildung Mediengestalter Bild und Ton

Ausbildung zum Mediengestalter Bild/Ton: Arbeit im TV- und Ton-Studio (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Zudem ist die Ausübung des Berufes durch eine konsequente Weiter- und Fortbildung geprägt. Interessen und Techniken ändern sich beinahe wöchentlich und diesem Wandel und der Entwicklung muss man sich anpassen. Relevanz und Aktualität bestimmt den Alltag. Die Ausbildung zum Mediengestalter bietet aber ein interessantes und wechselndes Aufgabengebiet sowohl als Angestellter als auch als Freiberufler.

Ausbildung und Studium auf Nürnberg-Brennt

Wer jetzt immer noch unsicher ist, kann sich in unseren Artikel über weitere Berufe und Zukunftschancen schlau machen:

1 Kommentar

  1. Dem Artikel kann ich nur voll und ganz zustimmen. Vorbereitung auf das Vorstellungsgespre4ch ist die halbe Miete. Und dazu gehf6ren Kf6rpersprache, Kleidung und die Recherche. Und immer schf6n mit einem Le4cheln vresbachieden

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