Ausbildung zum Handelsfachwirt als Karrieresprungbrett

Wer auf dem heutigen Arbeitsmarkt einen lukrativen, zukunftsorientieren und vor allem zufriedenstellenden Beruf finden will, für den ist ein Studium oder eine Ausbildung nach dem Abitur die einzige Alternative. Bildung ist gefragt und heutzutage verdient man Geld mit Gehirnschmalz. Ein besonders interessantes Berufsfeld bietet eine wirtschaftsorientierte Ausbildung zum Handelsfachwirt. Wer diese Ausbildung abschließt, findet Job-Angebote in den verschiedensten Branchen und Unternehmen.

Ausbildung und Tätigkeitsfeld

Ausbildung Handelsfachwirt Tätigkeit Bereich

Die Ausbildung zum Handelsfachwirt befähigt zur Arbeit im mittleren bis oberen Management (c) GG-Berlin / pixelio.de

Der Handelsfachwirt ist kaufmännisch ausgerichtet und vergleichbar mit einem Meister bei den handwerklichen Berufen. Er findet seinen Tätigkeitsbereich und seine Aufgabengebiete Branchen übergreifend in Einzel- bzw. Großhandelsunternehmen. Hier kann der Handelsfachwirt nach erfolgreicher Ausbildung Fach- und Führungsaufgaben des mittleren Management übernehmen.

Typische Tätigkeiten finden sich nach Ausbildung Handelsfachwirt in Büro und Verwaltung. Arbeitsabläufe sind zu optimieren, die Kosten-Ertragsverhältnisse sind zu kontrollieren, Anweisungen müssen geplant und festgelegt werden. Geschäftsbriefe und sonstiger Schriftverkehr wie die Erstellung von Berichten, Protokollen sind anzufertigen.

Wareneinkauf nach der Ausbildung zum Handelsfachwirt

Im Bereich Wareneinkauf und Warenlagerung muss geordert und geplant werden, dabei sind Budgets zu überwachen. Das Einholen, der Vergleich von Angeboten, das Feilschen bei Verhandlungen um Einkaufskonditionen und Zahlungsbedingungen gehören ebenso dazu, wie die Terminierung von Lieferungen und die Annahme der Ware und deren Lagerung bzw. Zurückweisung aufgrund von Liefermängeln. Personal muss eingesetzt, der Bedarf geplant und umgesetzt werden. Auch an der Ausbildung und Weiterbildung des Personals kann mitgewirkt werden. Marketing und Werbung, Kundenakquise, Kalkulation, Import- und Export, Fracht und Zoll stellen sich als interessante Aufgabengebiete dar.

Die Ausbildung als Handelsfachwirt

Ausbildung zum Geprüften Handelsfachwirt abgeschlossen

Nach der Ausbildung zum Handelsfachwirt darf man sich Geprüfter Handelsfachwirt nennen (c) Thommy Weiss / pixelio.de

Die Ausbildung Handelsfachwirt ist im Berufsbildungsgesetz in der gesamten Bundesrepublik Deutschland einheitlich geregelt. Es werden Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Prüfung ermöglicht, die aber nicht verpflichtend sind. Die Dauer ist unterschiedlich und beträgt bei einer Tätigkeit in Teilzeit 9 bis 24 Monate, in Vollzeit 3 bis 5 Monate und im Fernunterricht 7 bis 18 Monate. Abiturienten/Abiturientinnen können gleichzeitig eine Doppelqualifikation durch den Abschluss einer kaufmännischen Ausbildung und durch den Abschluss der Weiterbildungsmaßnahme erwerben. Nach bestandener Prüfung darf der Absolvent/ die Absolventin sich Geprüfter Handelsfachwirt nennen.

Fort- und Weiterbildungs-Möglichkeiten für die Ausbildung zum Handelsfachwirt

Vertieftes Hintergrundwissen zu einzelnen Bereichen kann auf dem Wege der betrieblichen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen erworben werden oder bei zahlreichen externen Anbietern. Ebenso kann ein Studium mit Bachelor-Abschluss im Bereich Betriebswirtschaft abgeschlossen werden. Das ermöglicht ein weitaus größeres Spektrum an Berufsmöglichkeiten, was besonders die Ausbildung zum Handelsfachwirt zu einer besonders Anstrebenswerten und Gesuchten macht.

Die Ausbildung zum Handelsfachwirt: Unser Fazit

Für Abiturienten ist der gleichzeitige Abschluss einer Lehre und die Ausbildung zum Geprüften Handelsfachwirt ein Pluspunkt im Vergleich zu Mitbewerbern. Auch bei einem späteren Studium ergeben sich Vorteile durch die schon erworbenen Praxiserfahrungen und Anrechenbarkeit auf Praktika. Aber auch für Nicht-Abiturienten ergeben sich mit der zusätzlichen Ausbildung zum Geprüften Handelsfachwirt bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Außerdem ist auch hier die Möglichkeit zu einem weiterführenden Studium gegeben.

2 Kommentare

  1. Christoph Wartig |

    Sehr geehrte Redaktion,

    ein sehr interessanter Artikel. Ich selbst habe den Weg des Handelsfachwirts eingeschlagen und bin seit einigen Jahren auf dem Gebiet beschäftigt.

    Ich war auf der Suche nach Weiterbildungsmöglichkeiten, da ich noch bessere Ergebnisse mit meiner Arbeit und insbesondere Zeit erzielen will. Nachdem ich jetzt ihren Artikel gelesen habe, erwäge ich das angesproche Studium aufzugreifen. Ideal wäre wohl ein Fernstudium.

    Ihre Informationen haben mir also durchaus geholfen.

    Vielen Dank dafür und weiterhin frohes Schreiben.

    Mit freundlichem Gruß,

    C. Wartig

  2. Ein schöner Artikel, der vielleicht auf eine Großstadt wie Nürnberg treffen mag. Ich hatte auch vor vier Jahren meinen Geprüften Handelsfachwirt IHK gemacht und wohne im schönen Oberbayern. Nur, Stellen als Handelsfachwirte gibt es hier nicht. Wenn, dann bilden die Unternehmen wie Lidl, Aldi, Hagebau etc. selber aus. Als Externer hat man dann hier kaum Chancen.
    Auch mit dem Betriebswirt HWK kam ich auch nicht weiter. Auch dieser ist bei uns so wenig begehrt wie der Handelsfachwirt IHK. Das einzige was mir meine ganze berufliche Fort- und Weiterbildung gebracht hat, ist, dass ich nun arbeitslos bin und von Hartz4 leben muss, was ich eigentlich gar nicht wollte.
    Sicher, ich wollte mich auch beruflich verbessern, war bisher als Bürokaufmann tätig, den Beruf, welchen ich zuerst gelernt hatte. In der Zeit, wo ich dann schon arbeitslos war, hatte ich noch die „Geprüfte Fachkraft XB Lohn und Gehalt sowie Finanzbuchführung“ gemacht und bin nun stolzer Besitzer von fünf Berufsabschlüssen, bekomme aber keine Stellen. Eher werde ich nun als überqualifiziert angesehen, obwohl ich in den neuen Bereichen noch keinerlei praktische Erfahrung habe oder sammeln konnte. Sicherlich ist es schön, diesen nicht einfachen Lehrgang geschafft zu haben. Genügend Leute schaffen diesen anspruchsvollen Fortbildungslehrgang nicht, weil dieser unterschätzt wird. Gleiches gilt auch für den Betriebswirt HWK, wobei ich hier im Vorteil war, durch den Handelsfachwirt Lehrgang.
    Wenn heute jemand von seiner Firma die Chance bekommt, so einen Lehrgang zu machen, dann sollte er es auch tun, den dann hat die Firma Interesse daran.
    Auf freiwilliger Art, wie ich es getan habe, würde ich es nicht mehr machen, wenn ich sehe, wo ich jetzt stehe, bei Hartz4 und den Folgen!

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