Hochschulweite Vollversammlung
Vollversammlung beschließt Master für Alle, Drittelparität und eine Absenkung der Studiengebühren auf das gesetzliche Minimum.
Auf der heutigen Vollversammlung der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg – Fachhochschule für angewandte Wissenschaften wurde ein klares Signal an die Verantwortlichen der Hochschule gesendet. Die Vollversammlung beschloss einstimmig die Absenkung der Studiengebühren auf 100.- € pro Semester und sprach sich grundsätzlich gegen sämtliche Bildungsgebühren aus. Ferner sprachen sich die rund 600 Studierenden für eine paritätische Mitbestimmung an Ihrer Hochschule aus (sog. Drittelparität) und für den Master als Regelabschluss.
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Nach einer kürzeren Vorstellung des AStA , seinen Aufgaben und der Darstellung der Fachschaften und ihrer Aufgabenbereiche durch Lorenz Hartung und Ayla Talay ging Fabian Moser insbesondere auf die undemokratische Stimmenverteilung in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung ein. „Obwohl die ProfessorInnen mit unter 5% die kleinste Gruppe an der Hochschule sind, stellen sie über 60% der Stimmen in den Gremien. Mit Demokratie hat das herzlich wenig zu tun!“ so Moser.
Eva Kempf ging in ihrem Redebeitrag darauf ein das im Verhältnis zu den Studierenden viel zu wenige Masterstudienplätze angeboten werden. In der Konsequenz forderten die anwesenden Studierenden den Master als Regelabschluss an ihrer Hochschule und dies zulassungsfrei. „Schließlich erwartet man von uns ja auch, dass wir zu hoch spezialisierten Fachkräfte ausgebildet werden!“ so Kempf in ihrer Rede.
Florian Paul geißelte in seinem Teil insbesondere die Studiengebühren als soziales Selektionsmittel. „Das Studienkredite u.a. die „soziale Komponente“ darstellen und jedem ein Studium ermöglichen ist eine Wunschvorstellung der Staatsregierung. Man verlässt sein Studium hoch verschuldet und einzig die Banken freuen sich darüber. Bildung muss kostenlos und frei zugänglich für alle sein, unabhängig von Rasse, Religion, politischen Anschauungen, Geschlecht und Vermögen. Dies ist ein verbrieftes Menschenrecht und wenn sich diese Hochschule jetzt „Hochschule für Menschrechte“ nennen will, enden diese eben nicht an unseren Eingangstüren!“ so Paul.
In der Folge sprachen sich die Studierenden einstimmig (bei drei Enthaltungen) gegen sämtliche Bildungsgebühren und für eine 100%ige Ausfinanzierung der Hochschulen aus dem Staatshaushalt aus. Die Hochschule wurde aufgefordert, die rechtlichen Spielräume zu nutzen und die Studiengebühren auf 100.- € pro Semester abzusenken.

