Artikel der Kategorie Dezember, 2009
LMU in München geräumt – Reaktion aus Nürnberg?!
Wie ihr in den Artikeln im Medienecho oder per Twitter ja schon seit einigen Stunden lesen konntet wurde heute früh um 6:30Uhr die, im Zuge des bundesweiten Bildungsstreiks besetzte, Münchner LMU geräumt. Die Räumung kam nicht wirklich überraschend, so hat die Leitung der LMU in den letzten Tagen bereits das Gebäude abgesperrt um die BesetzerInnen quasi auszuhungern. Man konnte das Audimax also zwar verlassen, kam aber nicht mehr rein!
Deswegen treffen sich später um 18Uhr (hoffentlich möglichst viele) Leute vor der GSO um eventuell ein SoliAktion für unsere FreundInnen in München zu starten um zu zeigen, dass das einfach mal nicht klargeht!
Wer Lust und Zeit hat —> kommt vorbei!!
Erster kleiner Erfolg der Bamberger Besetzung: Uni reduziert Studiengebühren!
Einen ersten Teilerfolg erreichten passend zu Weihnachten unsere Bamberger Mitstreikenden!
An der Universität in Bamberg werden nach Angaben eines Studentensprechers die Studiengebühren gesenkt. Dies sei ein erster Erfolg der wochenlangen Proteste, sagte der Sprecher am Donnerstag zur Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Uni-Leitung habe zugesagt, die Gebühren für die rund 9100 Studierenden von derzeit 500 Euro auf 400 Euro zu reduzieren.
Natürlich ist dies noch viel zu wenig, aber es zeigt uns, dass die Proteste durchaus etwas bringen und animieren uns zum Weiterkämpfen!
Glückwunsch nach Bamberg !!
München: Uni-BesetzerInnen sollen ausgehungert werden
An der seit Wochen besetzen Münchner Ludwig-Maximilians-Universität verschärft die Hochschule offenbar ihr Verhalten gegenüber den protestierenden Studenten.
Am Freitag wurde nach Angaben von Studierenden der freie Zugang zum besetzten Audimax beschränkt. Es dürften zwar noch Besetzer das Gebäude verlassen, eine Rückkehr werde hingegen vom Sicherheitsdienst der Uni verhindert. mehr
Streikbilanz der ‘Zeit’: “Die Studentenproteste haben die Unis besser gemacht – hoffentlich auf Dauer!”
Zwei Berufsgruppen freuen sich dieses Jahr ganz besonders auf Weihnachten: die Wissenschaftsminister und die Hochschulrektoren. Die letzten beiden großen Studentenstreiks 1997 und 2003 haben die Festtage nämlich nicht überlebt, im Januar folgten jeweils die Ernüchterung und die Rückkehr der Studenten in einen universitären Alltag, der sich kaum verändert hatte. Auch diesmal haben viele Besetzer diskutiert, wie sie die nächsten zwei Wochen überbrücken sollen, wenn es die Mehrheit von ihnen für ein paar Tage heimwärts zieht.
Doch es gibt einen Unterschied zu früheren Protesten: Der Bildungsstreik 2009 ist schon jetzt die erfolgreichste studentische Bewegung der letzten vier Jahrzehnte. Die öffentliche Wahrnehmung, die die Streikenden erfahren, die gesellschaftliche Debatte über den Sinn und Wert von Bildung, die sie angestoßen haben, vor allem aber der erstaunliche Aktionismus der Verantwortlichen belegen dies eindrücklich – ein Aktionismus, der in täglich neuen Ankündigungen bildungspolitischer Kurswechsel gipfelte. (weiterlesen…)
“Uni-Protest mit Chancen”- Kommentar in den NN
Wir dokumentieren hiermit einen lesenswerten Kommentar zu den Bildungsprotesten aus den Nürnberger Nachrichten von heute.
Außerdem wurde das Medienecho wieder mal mit einigen interessanten Artikeln von gestern und heute gefüttert.
Nürnberg brennt weiter: Für Wien
Am heutigen Abend trafen sich ca. 30 ehemalige BesetzerInnen zu einem spontanen Notfallplenum, um über Soli-Aktionen auf Grund der Teil-Räumung in Wien zu beratschlagen.
Neben der Freude über unerwarteten Besuch aus Wien und Berlin war die Energie aus den ersten besonders euphorischen Tagen der Besetzung zu spüren.
Zeig auch DU morgen beim Aktions-Tag DEINE Solidarität mit Wien. Möglichkeit habt IHR dazu gleich dreimal:
Ab 8.00 Uhr kannst DU mit uns Mal- und Bastelspaß in der GSO haben.
Um 9.30 Uhr treffen wir uns mit DIR am Infopoint im Hauptbahnhof um gemeinsam zur ersten Aktion aufzubrechen.
Ab 17.00 Uhr können ALLE, die vorher verhindert waren, den zweiten Teil der Soli-Aktionen mitgestalten. Kommt einfach mit Elan und DEINEN Freunden in die GSO.
Zeig, dass Wien nicht alleine steht und in Nürnberg das Feuer noch immer brennt!
Solidaritätspakt der Besesetzenden (Potsdam)
Offener Brief an die politischen Verantwortlichen in Landesregierungen und Hochschulleitungen
Die Besetzenden der Hochschulen geben hiermit den Solidaritätspakt der Besetzenden bekannt. Dieser Pakt stellt ein offenes solidarisches Bündnis dar, welches aktiv wird, wenn eine der beteiligten Hochschulen polizeilich geräumt wird.
In diesem Fall werden in allen Städten beteiligter Hochschulen koordinierte Aktionen stattfinden, um gegen diese Räumung zu protestieren.
Dieses Bündnis soll den Verantwortlichen verdeutlichen, dass sie es nicht mit getrennten Besetzungen von wenigen, vereinzelten Gruppen zu tun haben. Vielmehr ist hier eine gut vernetzte, koordiniert operierende Gemeinschaft entstanden, welche sich weder mit einseitigen Kompromissen zufrieden geben wird, noch von polizeilichen Maßnahmen einschüchtern lässt.
Die Besetzenden und Aktiven der Hochschulen in:
Bamberg, Bayreuth, Berlin, Bonn, Coburg, Chemnitz, Erlangen, Freiberg, Hamburg, Passau, Karlsruhe, Landau, München, Nürnberg, Oldenburg, Osnabrück, Regensburg, Rostock, Trier, Tübingen, Weihenstephan, Weimar, Wien, Würzburg.




