100101001: Informatik studieren

100101001 ist für die meisten wohl nur eine Zahlenfolge. Diejenigen die sich mit dem Binärsystem auskennen, sagen „297“. Derjenige, der sich überlegt, Informatik zu studieren, wird sich früher oder später damit auseinandersetzen müssen. Einige denken an dieser Stelle „das will ich nicht machen, das ist total nerdig“. Doch hinter der Informatik steckt viel mehr als bloße Zahlenfolgen und angebliche Abende im Keller. Man ist zwar nicht so weit oben wie bei mancher der Luftfahrt Jobs, doch man sieht durchaus auch mal das Tageslicht.

Informatik studieren – das steckt dahinter

Informatik studieren bedeutet mehr als den PC an und aus zu machen.

Informatik studieren bedeutet mehr als den PC an und aus zu machen. (c) Harald Wanetschka / pixelio.de

Erfahren Sie was hinter dem Informatikstudium steckt, wie seine Inhalte aussehen und wie Ihre Zukunft damit aussehen kann. Denn Informatik studieren heißt keinesfalls, dass Sie hinterher im Keller einer Firma sitzen und einsam Programme progammieren. Das Studium hat einiges zu bieten und stellt nachher überdurchschnittliche gute Jobauswahl zur Verfügung.



Informatik studieren – das sind die Voraussetzungen

Wenn Sie Informatik studieren wollen, haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Studium an einer Universität

  2. Studium an einer Fachhochschule

Je nachdem welchen Weg Sie wählen, müssen Sie verschiedene Voraussetzungen mitbringen.

  • Für das Studium an der Universität: Abitur oder Fachabitur

  • Für das Studium an der Fachhochschule: Abitur, Fachabitur oder fachgebundene Hochschulreife

Grade die Abiturienten, die viel Spaß an Mathematik haben und in diesem Feld auch ein wenig begabt sind, sind besonders geeignet dafür, Informatik zu studieren. Viele haben Angst, dass sie aufgrund mangelnder Programmierkenntnisse keine Chance im Informatikstudium haben, doch dem ist nicht so. Auch ohne große Programmiererfahrung kann man Informatik studieren. Vieles erlernt man, wie auch bei anderen Fächern, erst im Studium. Sind Sie also mathematisch begabt, an Informatik interessiert oder programmieren gern, sind Sie durchaus dazu geeignet Informatik zu studieren.

Inhalt des Studiums

Was bedeutet Informatik studieren eigentlich? Was lerne ich da? In erste Linie beschäftigt sich die Informatik damit, dass Daten mit einem Computer gelesen und verarbeitet werden. Für viele beim Informatik studieren abschreckend ist der hohe Mathematikanteil, doch ohne diesen geht es nicht. Besonders in den ersten Semestern haben das Informatik- und das Mathematikstudium einiges gemein. Im Bereich Mathematik sind Analysis, Stochastik und lineare Algebra Bestandteile des Studiums. Beim Informatik studieren werden zudem Grundlagen der Informatik gelehrt: Datenstrukturen, Graphentheorie, Komplexitätstheorie, Objektorientierung, Algorithmen und formale Sprachen. Zusätzlich ist der Bereich der technischen Informatik wichtig.

Ist man in seinem Studium weiter vorangeschritten, kann man sich oft auf einen der vier Bereiche spezialisieren:

  • Theoretische Informatik

  • Praktische Informatik

  • Angewandte Informatik

  • Technische Informatik

Informatik studieren – wie lange dauert es, welcher Abschluss?

Beim Informatik studieren können nach den Prüfungen verschiedene Abschlüsse angestrebt werden.

Beim Informatik studieren können nach den Prüfungen verschiedene Abschlüsse angestrebt werden. (c) Samuel G. / pixelio.de

Wenn man Informatik studiert, hat man verschiedene Möglichkeiten einen akademischen Grad zu erlangen.
Studiert man nach dem Diplom-System, welches allerdings auslaufend ist und nur noch an wenigen Unis angeboten wird, dauert das Studium etwa 10-12 Semster und schließt das Studium mit dem Titel „Dipl. Inf.“ oder „Dipl. Ing“ ab.
Nach der Bologna-Reform bieten die Unis jedoch, wie beim Marketing studieren oder Hotelmanagement studieren, andere Abschlüsse beim Informatik studieren. Hier ist das Studium in das Bachelor- und das Masterstudium unterteilt.
Schließt man sein Bachelorstudium in Informatik, welches in der Regel 6 Semester dauert, ab, erhält man den Titel „BSc.“ (Bachelor of Science). Nachfolgend kann noch ein Informatik Masterstudium absolviert werden, welches eine Regelstudienzeit von 4 Semestern hat. Dem Studierenden wird bei erfolgreichem Abschluss der Titel „MSc“ (Master of Science) verliehen, der äquivalent zu einem Diplom ist.

Berufschancen als Informatiker

Ist man fertig mit Informatik studieren, bieten sich als Informatiker vielfältige Berufschancen. Ihnen bieten sich Arbeitsmöglichkeiten:

  • in der Autoindustrie
  • in der Forschung
  • im Handel
  • als Softwareentwickler
  • als IT-Berater

Als Informatikabsolvent bieten sich attraktive Einstiegsgehälter von etwa 2.800 bis 3.000 € Brutto. In bestimmten Bereichen und Firmen kann dieses Gehalt sogar noch höher liegen.


Sie können sich nicht entscheiden? Erfahren Sie etwas über die Berufskraftfahrer Ausbildung, die Ausbildung zum Handelsfachwirt oder die Ausbildung zum Mediengestalter.

1 Kommentar

  1. Ich würde sagen in vielen Bereichen stimmt das Einstiegsgehalt von knapp 3000 €. Das geht dann mit wenigen Jahren Berufserfahrung schnell nach oben. Kommt natürlich auch immer auf den Bereich an! Ich hab vor 2 Jahren mein Informatik Studium abgeschlossen und mich dann im SAP Bereich wiedergefunden. Da gibts einen derartigen Fachkräftemangel, dass man sich bei den Gehaltsverhandlungen oft durchsetzen kann. Kein Wunder bei so vielen offen Stellen…
    Aber das ist ja nur gut für uns!

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